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Altmark-Geschichten
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„Aber nachher, wo wir in Lohne waren ’45, da haben wir ja den Schein jesehn, wo
Magdeburg jebrannt hat. Das war am 25. Januar ’45, und da sind alle, Großeltern,
Tanten, Onkel, Cousin, aber auch alle ausjebombt.“ Ursula Schulz, geb. 1915, Stendal  

 

Das Projekt

In unserem Projekt haben wir über mehrere Jahre Bewohner und Bewohnerinnen der Altmark zu ihrem Leben befragt. Die Erzählungen wurden aufgezeichnet und später transkribiert. Mit Fotografien aus dem unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen ist ein Buch entstanden, welches sowohl regionale Zeitgeschichte beschreibt als auch typisch altmärkische Traditionen und individuelle Lebenserinnerungen umfasst. Das Leben der Interviewten war überwiegend durch die Arbeit in der Landwirtschaft und die Bewirtschaftung der eigenen Höfe bestimmt. Aber auch die Zeit der Weimarer Republik, der Zweite Weltkrieg, die Besatzung durch die Rote Armee, die LPG in der DDR und die Wende 1989 sind immer wieder Themen der Erzählenden.

Wir haben in diesem Buch das Prinzip der oral history angewandt und darauf verzichtet nach einem fest gelegten Fragenkatalog vorzugehen. Die Interviewten rekonstruieren durch freies Erzählen ihr Leben und schaffen ihre  persönliche Erzählstruktur.

Das Buch ist im Oktober 2011 unter dem Titel „Augenblicke lebenslang. Lebensgeschichten aus der Altmark“ beim Mitteldeutschen Verlag in Halle/Saale erschienen. Nachdem die 1. Auflage vergriffen war, ist im März 2015 die 2. Auflage mit neuem Vorwort erschienen.

Das Projekt wurde realisiert mit freundlicher Unterstützung des Kultusministeriums sowie der Landeszentrale für politische Bildung des Landes Sachsen-Anhalt, der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland und dem Labor Pixelgrain Berlin.