Logo
Altmark-Geschichten
      Aktuell | Das Projekt | Rückblick | Einblick | Blickwechsel | Kontakt


„Früher hatte ja jeder ’ne Bank vorm Haus, da ging man sich besuchen und redete.
Heute sitzt ja jeder einzeln vorm Fernseher...“ Heinrich Rieck (1926-2008), Klinke

 

Stimmen zum Buch

„Mit großem Interesse und großem Genuss lese ich gerade Ihr Buch "Augenblicke lebenslang". Was für ein schönes und zutiefst menschliches Projekt! Ich habe schon viele Beispiele von "oral history" gelesen, aber Ihr Buch hat einen ganz besonderen Zauber. Das liegt nicht so sehr an der Gegend, denn Sie schreiben ja selbst, dass sich die Schönheiten der Altmark auf den zweiten Blick erschließen - es liegt vielmehr an der immensen Sorgfalt, mit der Sie offensichtlich gearbeitet haben und an der Liebe, die Sie für die Menschen und die Gegend empfinden. Das teilt sich mit.  Ihr Buch ist gerade deshalb überregional interessant, weil es, vorgeblich bescheiden, gar nicht mehr sein will als "regional". Für mich sind die Geschichten einerseits sehr präzise (und fair) geschriebene "oral history", zum anderen echte, moderne Parabeln - aber eben ungezwungene. Ich möchte mich bei Ihnen bedanken, weil Sie die Blicke Ihrer Leser so unaufdringlich, aber bestimmt lenken. Man wird aufmerksamer durch Sie, geduldiger. Das ist wirklich sehr, sehr schön und anregend.“
Gabriela Jaskulla, Autorin, Berlin

„Erzählende Menschen und sprechende Bilder - so werden anhand von eindrucksvollen Einzelschicksalen vergangen Zeiten vor dem Vergessen bewahrt und uns die Besonderheiten einer alten Kulturlandschaft vor Augen geführt. Vielen Dank!“
Henry Härtinger, Architekt, Braunschweig

„Augenblicke lebenslang. Ich habe es mit viel Begeisterung und Interesse gelesen. Toll, dass sich Menschen fanden, über ihr Leben auf dem Lande zu berichten. Es ist gut, dass Sie diese Zeit der DDR dokumentiert haben. Die Zeitzeugen sterben allmählich aus. Diese Zeit darf nicht in Vergessenheit geraten. Ebenso auch die Zeit der Nazis. Ich bin Jahrgang 1929, in Halle/ Saale geboren, bin 1950 "rüber gemacht". So war mir aus den Berichten vieles bekannt. Großartige Arbeit von Ihnen. Auch ein großes Lob für die Fotos. Sie sind wunderschön.“
Christa Schwarze, Krankenschwester und Pfarrfrau i.R., Braunschweig

„Dieses Buch ist eine Reise in die Vergangenheit. Erinnerungen an das großelterliche Bett mit den dicken Federdecken und einem langvergessenem, wohlvertrauten Geruch werden wach. Gleichzeitig entführt uns
das Buch mit seinen Bildern und Beschreibungen in einen Landstrich von Deutschland, dessen wunderbare Menschen eingebettet in ihre Lebensgeschichte und einer traumhaften Landschaft, man selbst erkunden
möchte. Ein Hauch von Melancholie gepaart mit einem unwillkürlichen Lächeln um die Mundwinkel
begleitet den Leser durch das Buch.“
Dr. Sybill Thomas, Biochemikerin, Berlin

„Das ist ein erstaunliches Buch. Ich habe gar nicht mehr aufhören können, darin zu lesen. Genauso war es, so
habe ich vieles auch erlebt. Obwohl es ja Menschen aus der Altmark sind, die da erzählen, was sie erlebt haben und ich aus Thüringen komme, habe ich mich durch das Buch an so viel erinnert, was auch ich erlebt habe.
Nicht nur, was wir gegessen und gekocht haben, da war auch manches anders, auch wie schwer es nach dem
Krieg war und als dann die Leute in die LPG gezwungen wurden. Die Landschaft dort ist auch schön, wie man
auf den Fotos sieht. Schade, dass dort fast nur noch alte Leute wohnen. Aber wenn wir mal tot sind, wissen
durch solche Bücher die Leute wenigstens, wie wir Alten gelebt haben, schon ganz anders."
Gerda Beck, Verkäuferin i.R., Blankenhain/Thüringen

„Ferien auf dem Bauernhof, dies bedeutete für mich in meiner Kindheit und Jugend Ferien in der Altmark.
Die Tage und Wochen die ich dort bei meiner Großmutter (Jahrgang 1920) verbrachte, prägen mich bis heute. Ich brauche nur die Augen zu schließen und die Erinnerungen fangen an zu leben. Die alten Leute, die heute
alle nicht mehr sind, werden wieder lebendig und erzählen Geschichten von früher, wie in diesem wunder-
schönen Buch. Ich nehme es immer wieder zur Hand. Es hilft mir meine Erinnerungen an die Landschaft
und Menschen der Altmark aufzufrischen, die ein Teil meines Lebens sind.“
Sven Gniza, Bankangestellter und Familienforscher, Königstein i. Taunus

 "Das Buch berührt ganz tief drinnen. Ganz nüchtern und pragmatisch wird in den Erzählungen das Leben in
der Altmark präsent und z.B. die hohe Wertigkeit der Verlässlichkeit auf den Nächsten deutlich. Die Einblicke
in die Lebenswelt in der Altmark machen das Buch so wertvoll, stellt es nicht zuletzt manche aktuelle Sichtweise in Frage und bringt Leserin und Leser gedanklich zuweilen zum Kern des Seins zurück. Wie wichtig, dass Almut und Susanne Koch sowie Sebastian Gündel diese Lebenswege, Sichtweisen und Lebensdeutungen dokumentiert und damit für uns erhalten haben."
Christine Langer, Religionswissenschaftlerin, Düsseldorf

„In diesem Buch werde ich mitgenommen zu Anekdoten und überraschenden Wendungen, die Erzählenden
selbst blicken dabei erstaunt auf ihr Leben. Es ist wie ein Hörbuch, das durch die Sprache dieser Region klingt und mir als Süddeutsche einen direkten kulturellen Einblick verschafft. Wendungen im Leben hallen lebens-
lang nach und ich bin die junge Nachbarin auf der Bank sitzend, der dieser Reichtum erzählt wird.“
 Katja Lerner, Kulturvermittlerin, Radolfzell/Bodensee 

  „Von den Bildern und Texten dieses Buches werden wir gefangen- und mitgenommen in eine besondere, urpreußische Region Mitteldeutschlands. Nicht nur Wahl-Altmärkern wie mir geht dabei das Herz auf.  Für
einen Moment bekommen wir authentisch Zutritt in sehr persönliche Erinnerungs-Räume. Frei von jeglichem Voyeurismus und doch voller Neugierde sammeln Almut und Susanne Koch Lebens-Geschichten. Behutsam
und liebevoll werden sie (wir) von Sebastian Gründel ins Bild gesetzt. Danke dafür!“ 
Michael Kleemann, Superintendent, Stendal/Altmark

 

Ausstellungseröffnung in der Seethener Dorfkirche, 20.9.2009